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Rosa Rosa Romantasy

Samstag, 11. Dezember 2010

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SteffiIch weiß genau, wie du dich fühlst. Ich habe mir fest vorgenommen, eines meiner Werke einer Agentur anzubieten - und weiß dass falls das Buch genommen wird, ich im Nachinein eine Liebesgeschichte einbauen muss. Dabei ist mit voller Absicht keine drin, und das Mädchen und der Junge sind bloß Freunde - und das ist auch für die Geschichte völlig okay.Aber laut Marketing muss ja immer eines Liebesgeschichte rein, sonst lesen Mädchen das ja nicht, und überhaupt.

Ich könnte mich endlos über diesen neuen Frauensender “Sixx” aufregen, auf dem nur typische “Frauenserien” laufen. Was soll sowas? Ich kann doch schöne Kleidung mögen UND mich für Holzfäller in Alaska interessieren, oder über Star Wars fachsimpeln.

“aber ich möchte mich einfach nicht zum Teil einer Maschinerie machen, die so tut, als könnte man als Mädchen oder Frau wahres Glück nur in den Armen eines Kerls erlangen. Warum muß Mia denn am Ende einen Freund haben? Kann sie nicht auch so ein Happyend finden?”

Da hast du grade etwas ganz wichtiges gesagt.
Kommentare (2)
#1 Steffi am 11.12.2010 16:29 (Antwort)
GreyNun ja, Geschlechtersozialisierung hin oder her. Du musst unterscheiden zwischen Kinder- und Jugendbuch. Teenie-Romanze, das beinhaltet schon diesen Begriff. Teenager. Pubertät. Hormone. Teenager sind jenseits des Alters, in dem es um My little Pony oder He-Man geht. Du selbst schreibst, du hast es mit 15 zum ersten Mal versucht mit dem Verlieben. Es ist nicht gut ausgegangen, aber du hast es versucht. Und warum? Weil das das Thema ist, das die Hormone uns in dem Alter als waaaahnsinnig spannend darstellen. Geschlechterunabhängig. Schreibst du eine Teenie-Romanze, solltest du das im Hinterkopf haben.
Stellt sich also die Frage: Könnte Mia nicht auch ohne Kerl am Ende des Buches glücklich werden? Ich als Dauersingle sage dazu: Jein. Es ist schlimm genug, dass sie Branwell nicht bekommt. Herzschmerz tut weh, auch dem Leser. Herzschmerz hat man auch in der echten Welt genug. Ich für meinen Teil finde es schrecklich, wenn Liebesgeschichten nicht gut ausgehen, auch wenn ich schon lange kein Teenie mehr bin. Wenn ich Romantik lese, will ich, dass die Heldin am Ende glücklich wird, zumindest in irgendeiner Weise.
Du schreibst, ein rosarotes Happyend ist für eine Teenie-Romanze in Stein gemeißelt. Das stimmt aber nicht. Im Gegenteil denke ich, es ist wichtig zu betonen, dass ihr Glück nicht allein von irgendeinem Kerl abhängt. Aber ein Partner, mit dem man sich sicher und gut fühlt, oder zumindest die Hoffnung auf einen gehört - so meine Ansicht und Erfahrung - zum Glücklichsein irgendwie dazu. Bleibt die Frage, empfinde ich das bloß so, weil ich eine Frau bin und so sozialisiert? Ich behaupte, nein. Ich behaupte, das ist ein menschliches Gefühl. Und ich als Leser brauche das, damit ich am Ende der Geschichte glauben kann, dass solche Dinge wirklich existieren. Für jeden. Oder so. Ich mag es halt nicht, mich am Ende eines Buches noch einsamer zu fühlen als sonst. Aber das ist vielleicht auch nur meine persönliche Verzweiflung.

Egal. Jetzt habe ich deine Kommentare zugemüllt. Tut mir leid. Du wirst die Geschichte schon so erzählen, wie sie sein soll. Da bin ich ganz optimistisch.
Kommentare (2)
#2 Grey (Homepage) am 13.12.2010 21:30 (Antwort)
MajaQuatsch, du spammst du nicht! Wenn ich schon gewagte Thesen aufstelle und nicht hinter dem Berg halte, dann erwarte ich, daß auch meine Leser eine eigene Meinung haben.
Ich habe “Geigenzauber” am Anfang vor allem als Teenieromanze für zwischendurch konzipiert. Dann ist mit das Buch aber wundersam ans Herz gewachsen, ich liebe es wie jedes andere, das die lange Zeit zum Wachsen hatte, die dem Geigerzähler gefehlt hat. Ich liebe Branwell und Mia und die anderen; im Moment liebe ich Branwell sogar so sehr, daß ich ihn noch nicht mal mehr zum Bösewicht machen kann…
Ach, ich wünschte mir, ich hätte das Buch schon fertig, aber noch hält es meine Seele so sehr gefangen, daß ich keine Entscheidung nur auf Markt- und Genrebasis treffen kann, sondern nur nach der Stimme meines Herzens.
Kommentar (1)
#2.1 Maja (Homepage) am 13.12.2010 23:33 (Antwort)
GreyNicht, dass wir uns falsch verstehen - ich will dich zu gar niemals nichts überreden. Ich meine das wirklich so: Schreib die Geschichte genau so, wie es sich für dich richtig anfühlt, dann wird es auch richtig. Ich vertraue dir da 2000%ig. Und ein konstruiertes Happyend wäre noch schlimmer als gar keins. Ich drück dich - werd schnell wieder gesund!
Kommentare (2)
#2.1.1 Grey (Homepage) am 14.12.2010 12:13 (Antwort)
SteffiHey,

da muss ich als Dauersingle auch dazwischen gehen - mich nervt in Büchern und Filmen nichts mehr, als der unvermeidliche Love Interest. Ich mag es, wenn Liebesgeschichten auch mal nicht gut ausgehen. Mir gibt diese rosarote “Und am Ende kriegen sie sich doch” Welt nichts, ich empfinde sie als langweilig.

Oder wie es in einem meiner Lieblingsfilme so schön heißt: “This is a story about love. It is not a love story.”
Kommentare (2)
#2.2 Steffi am 14.12.2010 22:13 (Antwort)

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