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    <title>Hollow Willow - das schöne graue Blog der Maja Ilisch</title>
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<pubDate>Wed, 16 May 2012 19:54:50 GMT</pubDate>

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    <title>Darf's ein bisschen wirr sein?</title>
    <link>http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/92/2012/05/Darfs-ein-bisschen-wirr-sein.php</link>
            <category>Schreiben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Ich mag meine Plots komplex und undurchsichtig, als Leser wie als Autorin. Seit jeher bin ich sehr gut darin, die Absichten eines Autors zu durchschauen und mit erstaunlicher Treffsicherheit schon früh in der Handlung den Mörder zu nennen. Das gibt natürlich immer ein paar Gummipunkte, aber lieber ist es mir, überrascht zu werden, gar überrumpelt. Ein Beispiel für einen Film, der das geschafft hat, wäre »Snatch«, und wenn ich versuchen sollte, dessen Inhalt in einem Satz nachzuerzählen, müsste ich die Segel streichen. Blöd nur, wenn ich als Autorin beim Versuch, ein vergleichbar komplexes Vexierspiel aufzuziehen, mich in meinen eigenen Stricken verheddere. Und woran habe ich es gemerkt? Daran, dass ich den Plot der &lt;em&gt;Schattenuhr&lt;/em&gt; nicht in einem Satz zusammenfassen kann. Angefangen damit, dass ich zwei Handlungsstränge habe, die nur wenig Berührungspunkte haben, dazu die Rahmenhandlung, und einen Helden, der gleichzeitig Detektiv, Opfer und Traumaträger ist - das klingt schon nach viel, und das ist es auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im allerersten Plotentwurf war Howard - Mr. Eugene Howard, im weiteren Verlauf nur &amp;#8220;Howard&amp;#8221; genannt, um ihn von seinem Vetter, Mr. Ambrose Howard, alias &amp;#8220;Rosie&amp;#8221;, zu unterscheiden - durch und durch ein Schurke: Ein Schwarzmagier, der Percy benutzt, um durch ihn an Geister heranzukommen, mit deren Hilfe er die Häuser ausspionieren will, in denen er die verschwundene Schwarzmagische Bibliothek seines Ahns vermutet, noch ein Howard, für dessen Geschichte ich bis in die Zeit von Heinrich dem Achten und seiner fünften Ehefrau, Catherina Howard, zurückreisen muss. Im zweiten Plotentwurf - in dem Rosie überhaupt erst ins Spiel kam - wurde Howard zu einem guten Schwarzmagier, der versucht, an die Zauberbücher heranzukommen, damit Vetter Rosie, der böse Schwarzmagier, sie nicht bekommt. Das wäre alles soweit noch leserverträglich, wäre Howard die Hauptfigur und Perspektiventräge und hätte die Möglichkeit, seine Geschichte auch zu erzählen.  &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/92/2012/05/Darfs-ein-bisschen-wirr-sein.php#extended&quot;&gt;&quot;Darf&#039;s ein bisschen wirr sein?&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Mon, 14 May 2012 02:37:00 +0200</pubDate>
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    <category>plot</category>
<category>schattenuhr</category>

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    <title>Warum ich keine Schwulenbücher schreibe</title>
    <link>http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/91/2012/05/Warum-ich-keine-Schwulenbuecher-schreibe.php</link>
            <category>Leben</category>
            <category>Schreiben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Als ich neulich den Artikel geschrieben habe über den &lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/89/2012/04/Percy,-wir-muessen-reden!.php!&quot;&gt;chronischen Alkoholismus meiner Protagonisten&lt;/a&gt;, hätte ich natürlich ein weiteres Element erwähnen müssen, das sich wie ein roter Faden durch meine Geschichten zieht: Ich habe einen ziemlich hohen Anteil homosexueller Figuren. Das sollte in der heutigen Zeit kein Problem mehr sein, wo Homosexualität auch überall sonst in den Medien präsent ist. Es gibt sogar eigene Verlage für schwule Literatur, und könnte ich da nicht eine perfekte Nische finden für Figuren wie Alexander aus den &lt;em&gt;Chroniken der Elomaran&lt;/em&gt; oder Percy, der in der &lt;em&gt;Schattenuhr&lt;/em&gt; zu seiner eigenen Verwunderung nicht nur mit einem Mann im Bett landet, sondern auch noch realisieren muss, dass das nicht sein erstes Mal war. Ich könnte da sogar den von mir favorisierten Schluss des &lt;em&gt;Puppenzimmers&lt;/em&gt; unterbringen, in dem es am Ende eine süße Romanze zwischen Florence und Lucy gibt. Aber das will ich nicht. Ich schreibe keine Schwulenbücher, ich schreibe keine Heterosexuellenbücher, noch nicht einmal Bisexuellenbücher - ich schreibe Bücher. Punkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn ich ganz traditionell einen Mann geheiratet habe, werde ich mich auch weiterhin für die Rechte von Schwulen und Lesben stark machen - oder, wie das heute so schön heißt, LGBTQs, um auch ja niemanden auszulassen - und dazu gehört für mich auch das Recht, in ganz normalen Büchern und Filmen präsent zu sein und nicht nur in Schwulenbüchern und -filmen. Da ist das Publikum nämlich genauso voreingenommen und ärgert sich, wenn überhaupt keine Schwulen und Lesben vorkommen, sondern nur Heten. Also werde ich so weitermachen wie bisher und in meine Bücher Liebespaare jeder Ausrichtung einbauen und versuchen, diese am Buchmarkt zu positionieren, nicht für irgend eine Szene, sondern für Leser an sich. Genauso wie ich selbst in Liebesdingen grundsätzlich nicht auf Männer oder Frauen festgelegt bin, sondern davon profitiere, mir aus beiden Lagern den besten Menschen der Welt herauspicken zu können. Habe ich getan, bin sehr glücklich, nur heterosexuell werde ich davon trotzdem nicht mehr. Und das werden meine Bücher immer widerspiegeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/91/2012/05/Warum-ich-keine-Schwulenbuecher-schreibe.php#extended&quot;&gt;&quot;Warum ich keine Schwulenbücher schreibe&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Sat, 12 May 2012 22:26:00 +0200</pubDate>
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    <category>gender</category>
<category>schattenuhr</category>

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    <title>Tag Sieben: Nicht ohne meine Mucke</title>
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            <category>Schreiben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Mein Blog schleppt sich gerade etwas langsam vor sich hin, nicht, weil ich gerade so wenig schreibe, sondern weil ich es so viel tue, dass zum Bloggen gerade nicht viel Zeit bleibt. Trotzdem, es ist einmal wieder soweit, dass ich mir die nächste Frage von unserem allseits beliebten Dreißig-Tage-Fragebogen vornehme, und wir sind schon angekommen bei &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;7. Hörst du Musik beim Schreiben? Was für welche? Hast du Lieder, die genau zu deinen Figuren passen?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Mutter dürfte das jetzt nicht sehen, zum Glück liest sie meine Blogs nicht, aber sie war schon immer dagegen, dass ich beim Arbeiten Musik höre. Gut, das stammt aus dem Jahr 1981 und bezieht sich auf meine Hausaufgaben, aber das Argument dahinter ist der gleiche: Wer geistige Arbeit leistet, muss sich dabei konzentrieren und soll sich nicht ablenken lassen, erst recht nicht durch Musik (dass ich manchmal beim Schreiben fernsehe, soll sie noch weniger erfahren, aber danach wird hier ja nicht gefragt). Tatsache ist, wenn ich keine Hintergrundbegleitung habe, kann ich nicht gut schreiben. Für mich ist Musik - die richtige Musik, versteht sich - das weiße Rauschen, dass ich brauche, um nicht ständig abgelenkt zu werden, mir andere Gedanken zu machen oder sonstwie abzuwandern und Dinge zu tun, die gerade nicht anliegen. Solange meine Musik läuft, weiß ich, dass ich zu arbeiten habe, und die Art der Musik gibt den Soundtrack vor für das, was ich schreibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes meiner Werke hat ein eigenes musikalisches Thema. Als ich &lt;em&gt;Das Puppenzimmer&lt;/em&gt; geschrieben habe, lief im Hintergrund eine Auswahl von Stücken meiner Lieblingsfolkband Steeleye Span, die alle etwas mit Feen oder Geistern zu tun hatten - in über vierzig Jahren, die diese Gruppe schon auftritt, sind genug Alben zusammengekommen, um eine schöne Auswahl treffen zu können. Für die &lt;em&gt;Gauklerinsel&lt;/em&gt; gab es die gesammelten Werke der Folkrockgruppe Lindisfarne aus Newcastle, weil ich fand, dass Lieder aus einer heruntergekommenen Industriestadt gut den Nerv meiner abgewrackten Inselstadt trafen, und vor allem eine Zeile aus dem &lt;em&gt;City Song&lt;/em&gt; passte auf das Setting wie die Faust aufs Auge: »And in your streets, the ghosts have forgotten why they&amp;#8217;re there«.  &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/90/2012/04/Tag-Sieben-Nicht-ohne-meine-Mucke.php#extended&quot;&gt;&quot;Tag Sieben: Nicht ohne meine Mucke&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Wed, 25 Apr 2012 12:08:00 +0200</pubDate>
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    <category>fragebogen</category>
<category>musik</category>

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    <title>Percy, wir müssen reden!</title>
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            <category>Leben</category>
            <category>Schreiben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Eigentlich ist es mir fast schon peinlich. Dieser verteufelte Alkohol! Ich habe mir schon so oft vorgenommen, es nie wieder zu tun, aber was soll ich sagen? Es ist eben doch schon wieder passiert. Eigentlich sollte Felder, der Glücksritter, der sich in der &lt;em&gt;Flöte aus Eis&lt;/em&gt; um Kopf, Kragen und Königreich trinkt, der einzige Vertreter seiner Zunft bleiben. Dann kam mit Mowsal aus der &lt;em&gt;Spinnwebstadt&lt;/em&gt; ein feines Beispiel für einen alkoholgefährdeten Jugendlichen, und als ich mit den &lt;em&gt;Chroniken der Elomaran&lt;/em&gt; anfing, hatte ich mit Jurik auf der einen Seite und Varyn auf der anderen gleich zwei Leute, die mit massiven Alkoholproblemen zu kämpfen haben. Und damit war noch lange nicht Schluss. In der &lt;em&gt;Gauklerinsel&lt;/em&gt; ist Roashan derart weit fortgeschritten in seiner Sucht, dass er mit körperlichen Entzugserscheinungen zu kämpfen hat, und sein Freund Shaun ist nur deswegen trocken, weil er als Geist keine andere Wahl mehr hat, und das sollte dann wirklich die Krönung sein und das Ende einer schon viel zu langen Reihe von Alkoholikern in meinen Geschichten, aber dann kam das &lt;em&gt;Gefälschte Siegel&lt;/em&gt; mit Kevron, der ohne Alkohol keinen Schlaf findet und sich ohne Aufputschmittel nicht wachhalten kann, und selbst im plotlosen &lt;em&gt;Geistersaat&lt;/em&gt; ist Damon Rickard nie ohne Glas in der Hand anzutreffen, und ich stehe da und muss mich fragen, will ich wirklich der Charles Bukowski der Fantasyliteratur werden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immerhin, die Helden meiner Jugendbücher sind trocken. Andersherum, wenn ich mich nicht entscheiden kann, ob ein Buch sich jetzt an ein erwachsenes oder ein jugendliches Publikum richtet - beim &lt;em&gt;Puppenzimmer&lt;/em&gt; war ich mir ja nicht ganz sicher - muss ich nur schauen: Haben wir einen Alkoholiker dabei? Wenn nein, ist es ein Jugendbuch. Selbst im &lt;emPuppenzimmer&lt;/em&gt; wird Alkohol getrunken, aber nicht auf gewohnheitsmäßiger Basis, ich finde, es passt nicht zu Feen, sich die Kante zu geben. Aber was ist das für eine Perspektive? Will ich nur deswegen Jugendbücher schreiben, um dem Alkohol zu entgehen? Langsam bin ich wirklich bang, was meine Leser von mir denken werden. Ich selbst kenne keinen Autor, der für die Gelage in seinen Geschichten berühmt gewesen wäre, ohne selbst an der Flasche zu hängen. Was hilft es, dass ich betone, dass das auf mich nicht zutrifft - im Zweifelsfall glaubt mir das sowieso keiner? Ich kann sagen, ohne mich schämen zu müssen, dass Alkohol ein Dämon ist, der mich seit langem durch mein Leben begleitet, aber es spielt sich durchgängig auf der theoretischen Ebene ab, indem ich es in meine Geschichten verlagere. Ich habe also in dem Sinne ein Alkoholproblem, aber ich trinke nicht. Verkorkst, aber mit guten Leberwerten, sozusagen. &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/89/2012/04/Percy,-wir-muessen-reden!.php#extended&quot;&gt;&quot;Percy, wir müssen reden!&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Sun, 22 Apr 2012 16:44:44 +0200</pubDate>
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    <category>alkohol</category>
<category>mohnkinder</category>
<category>schattenuhr</category>

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    <title>Der Romanfriedhof: »Das Erbe brach in Brüllen aus«</title>
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Da habe ich gerade, wieder mal, einen neuen Roman angefangen und bin jetzt schon erfolgreich bald mit dem zweiten Kapitel von &lt;em&gt;Die Schattenuhr&lt;/em&gt; aka Percys Rückkehr - ja, ich habe den Arbeitstitel geändert zu dem, den ich schon die ganze Zeit haben wollte und erst nicht genommen habe, weil es schon ein Buch dieses Titels auf dem Markt gibt, aber hey, es ist ein Arbeitstitel, und bis das Buch mal den Markt sieht, grht noch viel Wasser den Rhein runter. In den letzten zwei Jahren hat sich meine Quote angefangener zu beendeter Bücher erfolgreich verbessert, aber ich schreibe jetzt bald seit dreißig Jahren und blicke auf einen großen Friedhof begrabenere Werke zurück, manche davon hunderte von Seiten lang, andere nur wenige hundert Wörter. Ich stehe zu meiner Vergangenheit und denke, es ist vielleicht ganz interessant, in diesem Blog auch mal diejenigen Bücher zu beleuchten, die es nicht geschafft haben und warum. In willkürlicher Reihenfolge picke ich mir nun also die Leichen heraus und präsentiere sie zumindest für ein einziges Mal der Außenwelt. Den Anfang macht das Buch mit dem zweitungewöhnlichsten Titel meiner Karriere (nur übertroffen vom ebenfalls begrabenen &lt;em&gt;Sie sind schon tot, sagt Phoebe&lt;/em&gt;, auf das ich ein andermal zu sprechen kommen werde): &lt;em&gt;Das Erbe brach in Brüllen aus&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstanden zirka im Sommer/Herbst 1991, erzählt das Buch die Geschichte der jungen Studentin Mia »Mai« Birkelund, die selbständig und frauenbewegt weder Mann noch Kind in ihrer Lebensplanung vorsieht, bis sie das Erbe einer bis dato unbekannten Großtante antreten muss und sich plötzlich mit Benjamin wiederfindet, einem drei Monate alten Säugling. Besser gesagt: Einem seit über dreihundert Jahren drei Monate alten Säugling, denn dessen Mutter, die nach der Geburt des zwanzigsten Kindes einen Feenwunsch frei hatte, wollte verhindern, dass der Junge seinen in früher Kindheit verstorbenen Geschwistern nachfolgen sollte, und wünschte sich für den Kleinen die Ewige Jungend. Was die Fee wörtlich nahm und das Kind von dem Tag an nicht mehr altern ließ. Da ein unsterblicher Säugling anerkannterweise Schutz bedarf, erweiterte die Fee später diese Gabe um eine Art Geas, das jeweils die älteste Tochter der jüngsten Generation die Pflege des Kindes zu übernehmen hat. Ohne Ausnahmen. Und so versuchen Mia und ihre Mitbewohnerin und Freundin Christine, das Kind wieder loszuwerden - doch weder Aussetzen noch Mordversuche wollen fruchten, bis sie sich schließlich mit ihrem Schicksal abfinden und den Säugling für Babysitterkurse und Mütterschulungen vermieten - immerhin, das Kind ist unkaputtbar. &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/87/2012/03/Der-Romanfriedhof-Das-Erbe-brach-in-Bruellen-aus.php#extended&quot;&gt;&quot;Der Romanfriedhof: »Das Erbe brach in Brüllen aus«&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Mon, 05 Mar 2012 11:21:25 +0100</pubDate>
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    <category>gestorben</category>
<category>plot</category>
<category>romanfriedhof</category>
<category>satire</category>

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    <title>Wenn man dem Herzen folgt</title>
    <link>http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/86/2012/02/Wenn-man-dem-Herzen-folgt.php</link>
            <category>Schreiben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Eigentlich hatte ich alles minutiös durchgeplant: Wenn die &lt;em&gt;Mohnkinder&lt;/em&gt; fertig sind, so der Plan, schreibe ich &lt;em&gt;Geisterlied&lt;/em&gt; fertig, was bis Mitte März dauern wird, und dann plane ich in Ruhe Percys zweites Abenteuer, während ich den ersten Band überarbeite. Aber mein Herz ist mir dazwischengekommen. Mein Herz hängt an Percy, und es will ihn nicht einfach so ziehen lassen. Ähnlich ging es mir Anfang 2011, als ich die &lt;em&gt;Gauklerinsel&lt;/em&gt; fertig hatte und Abschied nehmen musste von Rosi, vermutlich für immer, und ich habe um das fertige Buch mehr getrauert als mich gefreut. Beim Ende der &lt;em&gt;Mohnkinder&lt;/em&gt; habe ich mir so oft gesagt, dass es für Percy ja nicht das Ende ist, dass er wiederkehren wird, aber nach zwei Tagen Arbeit an &lt;em&gt;Geisterlied&lt;/em&gt;, von deren Output ich die Hälfte postwendend wieder weggeworfen habe, war mir klar, so geht es nicht weiter. Ich brauche meinen Percy, und ich brauche ihn mutmaßlich dringender als meinen eigenen Partner. Und so habe ich alle Pläne über den Haufen geworfen und - parallel zur Arbeit an &lt;em&gt;Geisterlied&lt;/em&gt;, das so oder so fertig werden muss, wenn auch nicht mit zweitausend Wörtern am Tag - habe ich nun, ohne viel Plot, aber dafür hochmotiviert - mit der Arbeit an dem Buch begonnen, das gegenwärtig den Arbeitstitel &lt;em&gt;Schattenfinger&lt;/em&gt; trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fühle mich sehr sicher mit dieser Geschichte. Die ständigen Figuren sitzen einerseits, andererseits sind sie noch lange nicht ausgereizt und haben noch viel vor sich, ehe sie mir und hoffentlich auch dem Leser langweilig werden. Das Buch wird anders als die &lt;em&gt;Mohnkinder&lt;/em&gt;, mit Schatten und schwarzer Magie, und Percy wird aktiver in den Plot involviert sein als im ersten Buch, wo er mehr der außenstehende Detektiv war als ein aktives Element der Handlung - statt dessen wird er gleich zweifach zum Opfer. Das eine ist ein Geist aus seiner Verganenheit, der ihn verfolgt (und selbst zum Verfolgten wird, als Percy versucht, auf diese Weise seiner Vergangenheit nachzuspüren), zum anderen der charmante Howard, der seine eigenen finsteren Ziele verfolgt und den armen Percy zum Spielball seiner Machenschaften macht. Folgebände sind immer die schwersten, sie müssen den Figuren neue Aspekte abgewinnen, dürfen den Plot des ersten nicht wiederholen, weil man sonst für alle Zeiten nur die immergleiche Geschichte wiedererzählt, und zugleich darf es nicht zuweit ab vom Schuß sein. Mit &lt;em&gt;Schattenfinger&lt;/em&gt; gehe ich das Risiko ein, all meine Leser zu vergraulen - aber ich will es trotzdem wagen, schon damit mir Percy erhalten bleibt, und weil ich mich auf Howard freue, und um meine Freiheit als Autorin ohne Verlag noch einmal so richtig auszukosten in der Hoffnung, dass es das letzte Mal ist. 
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    <pubDate>Mon, 27 Feb 2012 22:30:36 +0100</pubDate>
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    <category>geisterlied</category>
<category>schattenuhr</category>

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    <title>Guter Mohn, du gehst so stille</title>
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            <category>Schreiben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Und plötzlich ist es aus. Eben noch schreibt man jeden Tag zehn Seiten an seinem Lieblingsbuch, da ist es auch schon fertig. Zugegeben, ich musste in die Verlängerung gehen, denn nachdem ich das Buch für fertig erklärt hatte und das letzte Kapitel an meine Betaleser rausgeschickt, mit dem unbefriedigenden Gefühl, das Ende versemmelt zu haben, bin ich nochmal kritisch über das, was ich geschrieben habe, drübergegangen - und es las sich nicht wie ein versemmeltes Ende. Es las sich überhaupt nicht wie ein Ende. Es war mehr so, als hätte ich meinen Betas eine alte Version des Kapitels geschickt, in dem die letzte, entscheidende Szene noch gar nicht drin was. Was sich beim Schreiben wie ein einigermaßen starker letzter Satz angefühlt hatte, war mehr, als würde man bei voller Fahrt aus einem Eisenbahnwaggon springen und brüllen »Ich bin am Ziel!« - viele Meilen vor dem nächsten Bahnhof. Was für ein Glück! Es gibt Problemszenen, da merkt man nicht so eindeutig, was dran falsch gelaufen ist. So habe ich mich am anderen Tag hingesetzt, noch eine Szene geschrieben, mich gefreut, dass mir Percy noch einen Tag länger erhalten bleibt, und das Kapitel ein zweites Mal an die Betas verschickt. Die ersten Rückmeldungen sind positiv ausgefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da steh ich nun und weiß nicht, was ich tun soll. Nein, das ist falsch! Ich weiß genau, was ich tun soll. Ich soll &lt;em&gt;Geisterlied&lt;/em&gt; zuende schreiben, meinen Nemesis-Roman, der mir den Nanowrimo 2008 ruiniert hat und der letztes Jahr als offizieller Zweitroman eine neue Chance bekommen und genutzt hat. Dieses Buch habe ich schon vor vier Jahren mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis im Hinterkopf konzipiert, und unbestätigten Gerüchten zufolge soll die nächste Runde dieses Wettbewerbs dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse ausgeschrieben werden - da soll das Buch fertig sein. Es fehlen vielleicht noch hundert Seiten - das kann doch so schwer nicht sein! Aber genau das ist es. Ich musste, um den Nanowrimo zu gewinne, unter großem Druck am letzten Tag die entscheidende Szene rausrotzen und war gar nicht glücklich damit, und daran jetzt anknüpfen müssen&amp;hellip; Ich will meinen Percy behalten! Ich will sein zweites Buch schreiben, sofort! Aber wenigstens darf ich es schon mal plotten. Dieses Aufs-Schreiben-Freuen vor dem Nanobeginn hat schon den &lt;em&gt;Mohnkindern&lt;/em&gt; gutgetan, und ich will, dass die Fortsetzung noch besser wird. Und irgendwann soll &lt;em&gt;Geisterlied&lt;/em&gt; ja auch mal fertig werden nach so vielen Jahren. 
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    <pubDate>Wed, 22 Feb 2012 14:36:00 +0100</pubDate>
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    <category>ende</category>
<category>mohnkinder</category>

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    <title>Tag Sechs: Wenn die Bürger schlafengehn…</title>
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            <category>Schreiben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Während ich auf Neuigkeiten von meinen Bewerbungen warte, ist es wieder einmal an der Zeit, eine Frage zu beantworten von meinem unendlichen Fragenkatalog:&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;6. Wo schreibst du am liebsten? Zu welcher Tageszeit? Computer oder traditionelles Schreibzeug?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher habe ich alles per Hand geschrieben - zwangsweise, denn ich hatte keinen Computer. Selbst als ich meine eigene Schreibmaschine hatte, habe ich mit der Handarbeit weitergemacht, und das aus zwei Gründen: Zum einen ging das mit der Hand einfach schneller, und zum anderen konnte man den maschinengeschriebenen Text nicht mal eben schnell überarbeiten, erweitern, korrigieren oder ergänzen, so dass sie eigentlich nur für Endfassungen und Reinschriften in Frage kam. Die Anschaffung meines ersten Computers war daher eine Offenbarung. Weil in meiner kleinen Studentenbude noch kein Platz für einen PC vorgesehen war, stand mein gebrauchter 286er auf dem Fußboden, und ich saß im Schneidersitz oder kniend davor und schrieb, sehr konzentriert, sicher auch bequem, aber nicht wirklich ergonomisch. Und doch kommt das dem, wie ich heute schreibe, noch am nächsten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen schreibe ich nämlich am Laptop, und der steht da, wo er hingehört, auf meinem Schoß, auf einem schönen kippelfreien Knietablett. Die Orte, wo ich mich am liebsten mit ihm befinde, sind das Sofa und mein Bett. Zwar habe ich auch einen wirklich guten Desktoprechner, aber den nutze ich eigentlich nur zum Spielen und, was das Schreiben angeht, Überarbeiten, weil zwar der Rechner gut ist, nicht jedoch der Bürostuhl. Und, ich gebe es zu, ich schaue beim Schreiben gerne fern, und das geht nun mal auf dem Sofa am Besten. Meinem Rücken tut es vielleicht nicht so gut, aber Schmerzen bekomme ich nur von meinem ömmeligen Drehstuhl - es wird also schon seinen Sinn haben, wie ich mit bequemen Kissen im Rücken und auf dem Schoß so dasitze und schreibe. Und im Vergleich zu früher, wo ich immer zusammengekauert über meinem Schreibblock saß, ist es sicher eine echte Verbesserung. &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/84/2012/02/Tag-Sechs-Wenn-die-Buerger-schlafengehn.php#extended&quot;&gt;&quot;Tag Sechs: Wenn die Bürger schlafengehn…&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Mon, 20 Feb 2012 15:52:57 +0100</pubDate>
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    <category>biorhythmus</category>
<category>computer</category>
<category>fragebogen</category>

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    <title>Puzi, Scherzi, Percy</title>
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            <category>Schreiben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    In der letzten Zeit scheint es bei mir sehr niedlich zuzugehen. Wer mich von meinen Geschichten erzählen hört, stolpert über so knuffige Ausdrücke wie Puzi, Scherzi und Percy. Wer Percy ist, sollte nach fleißiger Lektüre meines Blogs nicht mehr die Frage sein - Percy, mit vollem falschen Namen Percival Jessup, ist ein Gentleman der zwanziger Jahre und Held einer Romanreihe, die man vom Genre mehr als Geiterkrimi denn als Fantasy bezeichnen muss und mehr in der Tradition von Dorothy Sayers und Margery Allingham steht als in der von Tolkien - gut, in Tolkiens Tradition stand ich noch nie, aber die Tendenz sollte damit klar sein. Das erste Abenteuer, die &lt;em&gt;Mohnkinder&lt;/em&gt;, ist so gut wie abgeschlossen, der Folgeband, derzeit unter dem Arbeitstitel &lt;em&gt;Schattenfinger&lt;/em&gt; geplant, steht in den Startlöchern und wartet nur noch auf ein etwas klareres Konzept, in dem mehr die formalen Aspekte zu klären sind als die inhaltlichen. Ich freue mich schon, mit der Arbeit daran zu beginnen - aber wenn ich alternativ zuerst Scherzi schreiben darf, ist das auch nicht schlecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scherzi ist die Fortsetzung von Puzi, klar, nee? Puzi ist, das sollte nicht schwer zu erraten sein, das &lt;em&gt;Puppenzimmer&lt;/em&gt;. Nachdem meine Agentin dem &lt;em&gt;Haus der Puppen&lt;/em&gt; diesen neuen Titel verliehen hat - zum einen passt er besser, zum anderen war der erste schon belegt durch einen Dokumentarfilm über Auschwitz, mit dem ich ganz sicher keine Assoziationen haben wollte - war für mich nichts naheliegender, als die Verniedlichungsform einzuführen. Schließlich habe ich mit Kosenamen gute Erfahrungen gesammelt, als ich bei der Arbeit an der &lt;em&gt;Gauklerinsel&lt;/em&gt; Roashan und Trosca in Rosi und Trotzki umbenannt habe und damit für einen Kultfaktor sorgen, den das Buch ansonsten nicht gehabt hätte. Als Astrid Vollenbruch seinerzeit ihre &lt;em&gt;Einhornzauber&lt;/em&gt;-Reihe geschrieben hat, war der interne Spitzname dafür Glitzi, und das ist hängengeblieben - genauso sollen meine Freunde auch in zehn Jahren noch wissen, wer oder was Puzi war. Womit wir bei Scherzi wären. &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/83/2012/02/Puzi,-Scherzi,-Percy.php#extended&quot;&gt;&quot;Puzi, Scherzi, Percy&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Sun, 19 Feb 2012 19:17:00 +0100</pubDate>
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    <category>mohnkinder</category>
<category>puppenzimmer</category>
<category>scherbenzimmer</category>

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    <title>Tag Fünf: Ey, Alter!</title>
    <link>http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/80/2012/02/Tag-Fuenf-Ey,-Alter!.php</link>
            <category>Schreiben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Wieder einmal ist es an der Zeit, eine der schönen Fragen zu beantworten, die ich noch während meiner Lebzeiten abarbeiten möchte. Und seht nur, ich bin schon bei der Fünften angekommen!&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;5. Dem Alter nach, wer ist deine jüngste Figur? Die Älteste? Wer ist &amp;#8220;am jüngsten&amp;#8221; und &amp;#8220;am ältesten&amp;#8221; im Bezug auf den Erschaffungszeitpunkt?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade wollte ich schon behaupten, die kleine Vivian in den &lt;em&gt;Mohnkindern&lt;/em&gt; wäre meine jüngste Figur, aber das stimmt natürlich nicht. Die Jüngste ist das Kind in der &lt;em&gt;Gauklerinsel&lt;/em&gt;. Es hat über weite Teile des Buches keinen Namen, ganz am Ende nennt Roashan es &amp;#8216;Sprotte&amp;#8217;, aber das ist eine eher unglückliche Übersetzung von &amp;#8216;Kipper&amp;#8217;, wie es in den ursprünglich englischsprachigen Roashan-Geschichten hieß. Aber da das Kind noch nicht sprechen kann, ist es ihm vermutlich egal. Es ist ein Säugling von vielleicht einem halben Jahr, was es als allerjüngste Figur vermutlich so lange unschlagbar macht, bis mal eine meiner Heldinnen ein Kind bekommt - wobei mir einfällt, das ist schon passiert, als Hana am Ende von &lt;em&gt;Falkenwinter&lt;/em&gt; ihre Tochter bekommt, und so ist Roashans unfreiwillig adoptiertes Kind vielleicht doch nicht das aller-allerjüngste, aber im Unterschied zu Hanas Tochter, die nur einmal erwähnt wird und zweimal durchs Bild getragen, spielt es eine Rolle. Es hat Text, selbst wenn es nur »Örp« sagt, und ist eine über weite Teile des Buches präsente Figur. Ein hässliches Baby, zu Dreivierteln Mensch und zu einem Viertel Meermann, das mich schon dreimal in Versuchung geführt hat, zwanzig Jahre später der Held einer Fortsetzung zu sein… Aber nein. Das werde ich nicht tun. Das Kind soll Kind bleiben.  &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/80/2012/02/Tag-Fuenf-Ey,-Alter!.php#extended&quot;&gt;&quot;Tag Fünf: Ey, Alter!&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Sat, 11 Feb 2012 03:14:00 +0100</pubDate>
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    <category>figuren</category>
<category>fragebogen</category>
<category>gauklerinsel</category>
<category>mohnkinder</category>

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    <title>Falsche Zähne und der Preis des Lebens</title>
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            <category>Leben</category>
            <category>Schreiben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Wenn man einen historischen Roman schreibt, muss man anständig recherchieren, und das gilt auch dann, wenn dieser Roman &lt;em&gt;nur&lt;/em&gt; ein Fantasy/Horror/Supernatural-Roman in historischem Gewand ist. Nach wie vor drücke ich mich ja davor, &lt;em&gt;Die Tochter des Goldmachers&lt;/em&gt; zu schreiben, einen reinen historischen Roman auf Basis einer von meinen Eltern beim Ahnenforschen ausgegrabenen hochinteressanten Räuberpistole aus dem Jahr 1785 - das liegt nicht mal daran, dass mich das Historiengenre wenig reizt, auch nicht als Leser, oder ich zu faul zum Recherchieren bin, sondern dass ich mit einem phantastischen Roman debutieren will und nicht auf Dauer auf ein mir fremdes Genre festgenagelt werden will. Aber für meine geliebten &lt;em&gt;Mohnkinder&lt;/em&gt; recherchiere ich, bis mir die Finger bluten. Denn ich bin, wenn auch glücklich arbeitslos, eine Bibliothekarin, und Recherche steckt mir in den Knochen. Auch wenn das heißt, dass es mir mehr Spaß macht, die Literatur aufzutreiben als sie hinterher durcharbeiten zu müssen - aber was ich für meinen 1921er Spukroman brauche, sind keine dicken Wälzer, sondern ganz ganz viele kleine Details.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltpolitisch ist die Zeit für mich keine große Herausforderung. In britischer Geschichte bin ich sehr firm, die Zeit zwischen den Weltkriegen habe ich fürs Abitur gepaukt, und hinzu kommt, dass ich nicht über Königskinder oder Premierminister schreibe, sondern über normale Leute, die relativ wenig mit politischen Entscheidungen zu tun haben, dafür aber um so mehr mit Alltäglichkeiten. Nun bin ich über das Leben in den Zwanzigerjahren aus erster Hand informiert durch die sehr lebendigen Erzählungen meiner Großmutter, Jahrgang 1919, aber natürlich ist das ein Unterschied, ob man im deutschen Münsterland aufwächst oder in London oder Wales. Vor allem an der Frage nach den Lebenshaltungskosten habe ich lange geknabbert. Es hilft nicht, das sehr komplizierte System der vorreformatorischen britischen Währung zu kennen mit all ihren Münzen, wenn man nicht weiß, was was kostet. Entspricht ein Penny eher einem Euro oder mehr dem Zehn-Cent-Stück? Ist ein ganzes Pfund ein solcher Reichtum, wie ich mir das immer vorgestellt habe?  &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/79/2012/01/Falsche-Zaehne-und-der-Preis-des-Lebens.php#extended&quot;&gt;&quot;Falsche Zähne und der Preis des Lebens&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Sun, 08 Jan 2012 05:08:59 +0100</pubDate>
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    <category>arztbesuch</category>
<category>mohnkinder</category>
<category>recherche</category>

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    <title>Autorenspam ist keine Lösung</title>
    <link>http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/78/2012/01/Autorenspam-ist-keine-Loesung.php</link>
            <category>Denken</category>
            <category>Schreiben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
    <content:encoded>
    &lt;em&gt;Liz mit der &amp;#8216;Empfehlen&amp;#8217;-Taste&lt;br /&gt;
schickt mir E-Mails, die ich hasste.&lt;br /&gt;
Das Ergebnis freut sie sehr:&lt;br /&gt;
Morgen schickt sie zwanzig mehr.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kenne ja viele Autoren, und kann stolz darauf sein, aber diese Autorin war nicht darunter. Sie ist nicht im Tintenzirkel, wir sind uns noch nie begegnet, aber irgendwie scheint die Frau einen Narren an mir gefressen zu haben. Noch nenne ich es Spaß. Bald nenne ich es Stalking. Was ist passiert? Nun, es ist für einen Autor, der in einem Klein- oder gar Kleinstverlag veröffentlicht hat, immer schwer, auch Leser für das Buch zu gewinnen - schon weil die wenigsten Leute überhaupt etwas von dem Titel ahnen. Marketing wird gerne vom Verlag komplett in Autorenhände gelegt, und der Autor kann sehen, wo er bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt ja auch Leute wie mich, Rezensenten, die ein Bücherblog schreiben. Wenn man die gewinnen könnte&amp;hellip; Eigentlich wäre es ganz einfach. Im Impressum meines Blogs steht meine Adresse, da könnte man hinmailen, wenn in den FAQ meines Blogs nicht stünde, dass man mich nicht wegen Rezensionsexemplaren anmailen soll, ich entscheide selbst, was ich lese. Aber &amp;#8216;Liz&amp;#8217; hat mir noch nie eine Mail geschrieben. Sie lässt schreiben. Amazon, der Internethändler, hat eine Funktion, mit der man Artikel seinen Freunden empfehlen kann. Alles, was man braucht, ist eine Mailadresse, und schon bekommt der Freund einen Hinweis auf das tolle Produkt. Oder, in ihrem Fall, bekommt ein völlig fremder einen Hinweis auf ihr Buch. Einmal. Dreimal. Fünfmal. &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/78/2012/01/Autorenspam-ist-keine-Loesung.php#extended&quot;&gt;&quot;Autorenspam ist keine Lösung&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 06 Jan 2012 16:39:14 +0100</pubDate>
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    <category>autor</category>
<category>spam</category>

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    <title>Reich und berühmt!</title>
    <link>http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/77/2012/01/Reich-und-beruehmt!.php</link>
            <category>Leben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Wir haben ein neues Jahr, nicht zu vergessen, und das alte ist erfolgreich zu Ende gegangen auf die traditionelle und beste Art und Weise: Umgeben von meinen liebsten Autorenfreunden, bei denen ich eigentlich endlich mal die &amp;#8216;Autoren&amp;#8217;-Vorsilbe weglassen sollte, denn Freunde sind sie so oder so. Diesmal sind sie von weit her angereist, so einen legendären Ruf hat meine Silvesterparty inzwischen - aus Bremen, Koblenz, Bielefeld, und natürlich waren die Rheinländer da, für die das ja ein Heimspiel ist. Wir haben vorgelesen, geredet, kritisiert, und uns daran erfreut, wie gut wir geworden sind. 2012 wird unser Jahr - das &lt;Jahreszahl einsetzen&gt; sagen wir jedes Jahr, und jedes Jahr stimmt es etwas mehr. Für 2012 haben wir geplant, dass Grey mit ihren Schwarzen Feen voll durchstartet, ich einen Buchvertrag für das &lt;em&gt;Puppenzimmer&lt;/em&gt; bekomme, Lavendel und der Schreinhüter bei guten Agenturen unterkommen, und wir alle alle alle reich und berühmt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Moment muss ich aber sagen, dass mir gerade das &amp;#8216;berühmt&amp;#8217; wichtiger ist als das &amp;#8216;reich&amp;#8217;. Ich, obwohl arbeitslos, gehöre gerade zu denjenigen von uns, die sich am wenigsten über Geld sorgen muss, und selbst wenn ich auf absehbare Zeit weder Job noch Buchvertrag bekomme, wird sich das nicht zum Negativen verändern. Aber ich brauche diese besondere Art von Anerkennung für mein Selbstbewusstsein. So großen Spaß es mir auch macht, an der Wohnung herumzuwerkeln, ich wollte nie einfach nur eine Hausfrau sein und weigere mich, mich als solche zu bezeichnen. Ich will auch niemands Angestellte mehr sein, mir meinen Krankenstand vorhalten lassen und mich schlaflos kaputtarbeiten. Ich will mich Autorin nennen dürfen, Schriftstellerin sogar, und ich will dabei nicht erröten müssen und sagen »Das ist so ein kleiner Verlag, von dem werden Sie noch nicht gehört haben« - ich will die Leute in die Buchhandlung führen können und auf einen Stapel deuten und sagen, »Da, seht her, das bin ich.« Geduld war noch nie meine Sache, aber momentan, wo ich fürchte, jederzeit eine Jobzusage zu bekommen für eine Stelle, die ich gar nicht haben will, ich das ganz besonders extrem. Ich bin sechsunddreißig Jahre alt. Ich habe lang genug gewartet. Ich will alles. Und ich will es jetzt. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 01 Jan 2012 22:27:18 +0100</pubDate>
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    <category>autorentreffen</category>
<category>ruhm</category>
<category>silvester</category>

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    <title>Watt kütt? Datt kütt! II</title>
    <link>http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/76/2011/12/Watt-kuett-Datt-kuett!-II.php</link>
            <category>Schreiben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Das Schreibjahr 2011 war ohne Zweifel das fruchtbarste meines ganzen Lebens. Nicht nur habe ich mein Jahresziel von 500.000 Wörtern am Ende so locker erreicht, dass ich den Dezember über ruhig ausklingen lassen konnte und keinen Endspurt hinlegen musste, vor allem aber habe ich drei Romane fertiggestellt, einen davon mit über achthundert Seiten, habe einen Roman abgeliefert, der auch nach der Buchmesse positive Resonanz bei den Verlagen hervorgerufen hat, und habe erkannt, dass Schreiben das ist, womit ich den Rest meines Lebens verbringen möchte. Aber das beste ist, dass ich keinen Zweifel daran habe, im Jahr 2012 das Ergebnis nochmal zu übertreffen. Nicht unbedingt an Quantität - 500.000 Wörter sind eine schöne Menge, das muss nicht unbedingt mehr werden - aber doch an Qualität. Ich bin schon gut, aber ich kann und muss mich immer noch steigern. Und so folgen nun, nach meinen letztjährigen &lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/21/2010/12/Wat-kuett-Dat-kuett!.php&quot;&gt;Guten Schreibvorsätzen&lt;/a&gt;, die ich fast alle eingehalten habe, die Werke in Arbeit, die ich ins neue Jahr mitnehmen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mohnkinder&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Als ein Geniestreich hat sich mein Nanowrimo-Neuzugang in diesem Jahr erwiesen. Mit weniger als zehn Tagen zwischen Idee und Drauflosschreiben hätte das Schlimmste dabei herauskommen können, aber tatsächlich ist mir Percy ans Herz gewachsen wie lange kein Held mehr, die Recherchen machen Spaß, der Plot kommt gut an, und sogar meine Eltern waren vom Konzept überzeugt, eingeschlossen meinen Vater, der noch nie etwas von mir hat lesen mögen. Percival Jessup, Geisterphotograph mit Gedächtnisschwund, trifft hier in einem verfallenen walisischen Landhaus nicht nur auf wahre Heerscharen von Geistern, sondern auch auf ein paar eineiiger Zwillinge, die ihr eigenes Geheimnis am allerwenigsten kennen. Das Ganze findet statt am Beginn der Goldenen Zwanziger, Überschattet vom Trauma des Ersten Weltkriegs, und da es genug Geister auf der Welt gibt und in England erst recht, kann hier eine richtig schöne Serie draus werden. Eins nach dem anderen. Erst einmal werde, will und muss ich dieses Buch bald zu einem Ende bringen. Und vielleicht reist es dann schon nach Leipzig?&lt;br /&gt;
Aktueller Umfang: 300 / ca. 450 Seiten&lt;br /&gt;
Priorität: A+ &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/76/2011/12/Watt-kuett-Datt-kuett!-II.php#extended&quot;&gt;&quot;Watt kütt? Datt kütt! II&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 28 Dec 2011 22:25:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/76/2011/12/guid.php</guid>
    <category>ehrgeiz</category>
<category>fälscher-trilogie</category>
<category>geisterlied</category>
<category>geistersaat</category>
<category>kampfschreiben</category>
<category>mohnkinder</category>

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    <title>Im Trailerpark</title>
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            <category>Schreiben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Gut und gern zehn Jahre muss es jetzt her sein, dass ich den ersten Trailer für den ersten &lt;em&gt;Herr der Ringe&lt;/em&gt;-Film gesehen habe, und er hat mich niedergestreckt wie ein Eichenknüppel. Diese epischen Landschaften! Diese riesige Welt! Diese Bilderflut! Diese riesengroßen Füße! Nein, ich meine nicht die Hobbits - es waren die Argonath, die mich völlig fertiggemacht haben. Ich schrieb damals seit knapp zwei Jahren an meinen &lt;em&gt;Chroniken der Elomaran&lt;/em&gt;, und ich musste erkennen, dass ich zu solcher Epik, wie Tolkien sie uns vorgelebt hat, nicht liefern kann. Und dass ich keinen Regisseur zu solchen Szenen inspirieren kann. Meine Geschichten spielen eher im kleinen, überschaubaren Bereich, Massenszenen kann ich nicht, an Schlachten verzweifle ich - eigentlich alles nicht so schlimm, ich habe andere Qualitäten, aber damals, im Winter 2001, hat es mich völlig fertiggemacht, in eine solche Krise gestürzt, dass ich im ganzen Jahr 2002 nur rund fünfzig Seiten geschrieben habe. Den Film habe ich mir dann trotzdem angesehen, voll trotziger Begeisterung, aber das Buch habe ich bis heute nicht gelesen. Der Film selbst war nicht so schlimm wie der Trailer, vielleicht, weil darin alle Epik auch noch so komprimiert war, dass sie mir en block um die Ohren hauen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, zehn Jahre später, haben sie wieder einen Tolkien verfilmt, und wieder gab es den ersten Trailer zu sehen. Szenen aus dem &lt;em&gt;Hobbit&lt;/em&gt;, untermalt mit dramatischer Musik. Ich habe ihn gesehen, mit Freude und Belustigung, und denke, diesen Film werde ich mir ansehen, und freue mich darauf, dass vielleicht dann die High Fantasy nochmal ein Revival erlebt, in dessen Kielwasser ich meine &lt;em&gt;Fälscher&lt;/em&gt;-Trilogie auf den Markt bringen kann. Die Bilder waren nicht weniger episch als seinerzeit die zu den &lt;em&gt;Gefährten&lt;/em&gt;. Aber es stört mich nicht mehr. In den letzten zehn Jahren habe ich gelernt, was ich kann und was nicht, und ich strebe nicht mehr nach monströser Epik. Ich siedle meine Geschichten lieber in einem einzelnen Haus an, als gleich ein ganzes Universum um sie herum spinnen zu müssen, ich erzähle von Menschen, deren einzelne Schicksale mich mehr berühren als die von tausend unterjochten Völkern, und das, was ich mache, mag ich. Im nun zur Neige gehenden Jahr 2011 habe ich fast 2.000 Seiten geschrieben, und dass ich immer noch an meinen &lt;em&gt;Elomaran&lt;/em&gt; arbeite, verkommt immer mehr zu einer Fußnote in meinem Oeuvre, als dass es ihr Hauptbestandteil wäre. Tolkien ist Tolkien. Und ich bin ich. Anders wär nämlich schlecht. 
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    <pubDate>Thu, 22 Dec 2011 04:16:18 +0100</pubDate>
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