Das Schreibjahr 2011 war ohne Zweifel das fruchtbarste meines ganzen Lebens. Nicht nur habe ich mein Jahresziel von 500.000 Wörtern am Ende so locker erreicht, dass ich den Dezember über ruhig ausklingen lassen konnte und keinen Endspurt hinlegen musste, vor allem aber habe ich drei Romane fertiggestellt, einen davon mit über achthundert Seiten, habe einen Roman abgeliefert, der auch nach der Buchmesse positive Resonanz bei den Verlagen hervorgerufen hat, und habe erkannt, dass Schreiben das ist, womit ich den Rest meines Lebens verbringen möchte. Aber das beste ist, dass ich keinen Zweifel daran habe, im Jahr 2012 das Ergebnis nochmal zu übertreffen. Nicht unbedingt an Quantität - 500.000 Wörter sind eine schöne Menge, das muss nicht unbedingt mehr werden - aber doch an Qualität. Ich bin schon gut, aber ich kann und muss mich immer noch steigern. Und so folgen nun, nach meinen letztjährigen
Guten Schreibvorsätzen, die ich fast alle eingehalten habe, die Werke in Arbeit, die ich ins neue Jahr mitnehmen werde.
Mohnkinder
Als ein Geniestreich hat sich mein Nanowrimo-Neuzugang in diesem Jahr erwiesen. Mit weniger als zehn Tagen zwischen Idee und Drauflosschreiben hätte das Schlimmste dabei herauskommen können, aber tatsächlich ist mir Percy ans Herz gewachsen wie lange kein Held mehr, die Recherchen machen Spaß, der Plot kommt gut an, und sogar meine Eltern waren vom Konzept überzeugt, eingeschlossen meinen Vater, der noch nie etwas von mir hat lesen mögen. Percival Jessup, Geisterphotograph mit Gedächtnisschwund, trifft hier in einem verfallenen walisischen Landhaus nicht nur auf wahre Heerscharen von Geistern, sondern auch auf ein paar eineiiger Zwillinge, die ihr eigenes Geheimnis am allerwenigsten kennen. Das Ganze findet statt am Beginn der Goldenen Zwanziger, Überschattet vom Trauma des Ersten Weltkriegs, und da es genug Geister auf der Welt gibt und in England erst recht, kann hier eine richtig schöne Serie draus werden. Eins nach dem anderen. Erst einmal werde, will und muss ich dieses Buch bald zu einem Ende bringen. Und vielleicht reist es dann schon nach Leipzig?
Aktueller Umfang: 300 / ca. 450 Seiten
Priorität: A+