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    <title>Hollow Willow - das schöne graue Blog der Maja Ilisch (Artikel mit Tag arbeitslosigkeit)</title>
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<pubDate>Thu, 08 Nov 2012 23:26:37 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Hollow Willow - das schöne graue Blog der Maja Ilisch - </title>
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    <title>Hauptberuflich Freiberuflich</title>
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            <category>Leben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Seit dem ersten Oktober ist es soweit: Ich bin ganz offiziell keine arbeitslose Bibliothekarin mehr, sondern Freiberufler. Alternativ kann ich mich auch als »Familienmitversichterte Ehefrau« beschreiben und die Berufsbezeichnung Hausfrau wählen, aber das würde weder mir, noch meinem Haushalt gerecht werden. Das letzte Jahr über, seit mein Arbeitsvertrag nicht verlängert worden ist, habe ich vor allem eines getan: Geschrieben, geschrieben, geschrieben. Ich hatte vor, mich als Autorin selbständig zu machen, also habe ich einfach so getan, als ob ich schon eine selbständige Autorin wäre, mit dem entsprechenden Arbeitspensum und der nötigen Disziplin. Dass ich damit kein Geld verdient habe, ist jetzt nicht so wild - auch als Schriftstellerin mit Buchvertrag wird man selten reich, und ich darf nicht vergessen zu erwähnen, dass ich ohne meinen lieben Mann diesen Entschluss sicher nicht so hätte treffen können. Aber er steht hinter mir, hat mich das ganze Jahr über klaglos ausgehalten, und jetzt, wo es akut wird und das Arbeitslosengeld ausgelaufen ist, zahlt es sich endlich aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe schon alle Formulare ausgedruckt und gebe sie morgen in die Post, um mich beim Finanzamt ganz offiziell freiberuflich zu melden. Das Schöne am Schriftstellersein ist, dass man dafür keinen Gewerbeschein braucht, aber natürlich braucht man eine Steuernummer und in meinem Fall, das ich Mehrwertsteuer abführen will, auch eine Umsatzsteueridentnummer. Ich muss Buchhaltung machen und Vorsteuern anmelden - endlich bringt es mir einmal etwas, dass ich eine kaufmännische Ausbildung habe und vor der IHK als Jahrgangsbeste meine Prüfungen abgelegt habe. Was mich aber am meisten freut, ist, dass das Versteckspielen endlich ein Ende hat. Ich kann sein, wer ich sein will, ich darf ganz offen eine verrückte bisexuelle Sozialistin sein, ohne mir Sorgen machen zu müssen, mein Arbeitsvertrag könne nicht verlängert werden oder ein Vorstellungsgespräch zu meinen Ungunsten ausstellen.  &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/103/2012/11/Hauptberuflich-Freiberuflich.php#extended&quot;&gt;&quot;Hauptberuflich Freiberuflich&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Tue, 06 Nov 2012 20:37:57 +0100</pubDate>
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    <category>arbeitslosigkeit</category>
<category>depressionen</category>
<category>psychose</category>
<category>selbständigkeit</category>
<category>verrückte</category>

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    <title>Die Zeit im Nacken</title>
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            <category>Leben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Ich warte nicht erst seit drei Monaten auf einen Buchvertrag. Wünschen tue ich ihn mir schon lange, darauf hoffen tue ich spätestens seit ich meinen Agenturvertrag bekommen habe, Chancen drauf ausrechnen spätestens seit der Fertigstzellung von &lt;em&gt;Geigenzauber&lt;/em&gt;, und so wirklich wirklich wirklich damit rechnen, seit &lt;em&gt;Das Puppenzimmer&lt;/em&gt; an den Start gegangen ist. Ich weiß, man steckt nicht drin. Drängeln hilft nicht. Die Verlage treffen ihre eigenen Entscheidungen, wann und wie sie wollen. Aber meine ganze Lebensplanung ist jetzt darauf ausgerichtet, dass ich einen Vertrag für die Puppen bekomme und mich damit selbständig mache, als Autorin, so wie ich es mir schon als kleines Mädchen gewünscht habe. So, wie es Grey im letzten Jahr getan hat, mein großes Vorbild. Aber die Zeiten haben sich geändert - nicht, was den Buchmarkt betrifft, aber den Gründungszuschuss, mit dem die Arbeitsagentur denen hilft, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen wollen. Nach der alten Regelung hätte ich bis Ende Juni Zeit, den Antrag zu stellen, und das Gründungsgeld war eine Muss-Leistung, die jedem, der den Antrag form- und fristgerecht gestellt hat, gewährt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Dezember vergangenen Jahres gelten neue Regeln. Zum einen muss der Antrag jetzt nicht neunzig, sondern hundertfünfzig Tage vor Ende des Arbeitslosengeldanspruchs gestellt werden - das ist in meinem Fall Ende April. Zum anderen aber, und das bereitet mir wirklich Bauchschmerzen, ist es nur noch eine Kann-Leistung. Die Arbeitsagentur entscheidet von Fall zu Fall, ob und wie vielversprechend ein Konzept ist, was für mich bedeutet, dass ich nicht nur einen Buchvertrag haben muss als Beweis, dass ich mit der Schreiberei Geld verdienen kann, sondern auch noch einen möglichst dicken Vorschuss brauche, damit mir die Gelder bewilligt werden. Diese Deadline habe ich jetzt ständig im Hinterkopf. Theoretisch reicht es, wenn die Entscheidung nach der Leipziger Buchmesse fällt - aber natürlich wäre ich auf der sichereren Seite, wenn es so bald wie möglich passieren würde. Wenn ich den Zuschuss bekomme, ist es nicht so, dass ich verhungern muss oder anschaffen gehen oder sonstwie Not leiden, aber es geht doch um eine erkleckliche Summe Haben oder Nichthaben, die ich gerne zum Haushaltsgeld beisteuern würde. Ich will nicht nur vom Geld meines Freundes leben müssen. Also, liebe Verlage, wenn ihr das hier lest: Bitte entscheidet euch schnell! Und für mein Buch! Ich warte doch schon so lange&amp;hellip; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 14 Feb 2012 16:25:55 +0100</pubDate>
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    <category>arbeitslosigkeit</category>

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    <title>Eine Frage des Gewissens</title>
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            <category>Denken</category>
            <category>Leben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Ich bin im Moment arbeitslos, aber so betrachte ich das eigentlich nicht. Statt dessen sehe ich mich als Berufsautorin, der nichts mehr fehlt als ein Buchvertrag, und ich hoffe, dass mein &lt;em&gt;Puppenzimmer&lt;/em&gt; mir helfen wird, den entscheidenden Schritt zu tun. Aber es hätte auch anders gehen können. Vor ein paar Tagen fand ich eine Stellenausschreibung - die Firma Filmpool, für die ich vor neun, zehn Jahren als freie Autorin tätig war und Scripte für &lt;em&gt;Richterin Barbara Salesch&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Das Familiengericht&lt;/em&gt; geschrieben habe, &lt;a href=&quot;http://www.dwdl.de/jobboerse/01158_filmpoolfilmundfernsehproduktiongmbh.html&quot;&gt;sucht gegenwärtig Autoren&lt;/a&gt;. Nicht so wie ich damals, freie Mitarbeiter, die von zuhause aus ein Script pro Woche abliefern, sondern in Festanstellung zum Einsatz vor Ort in Hürth. Sogar die Dienste des Hauseigenen Masseurs werden angeboten, und mehrere Tage lang war ich fest entschlossen, mich dort zu bewerben - ich rechnete mir keine schlechten Chancen aus, da ich ja schon verschiedene Arten von Erfahrung mitbringe, und hatte schon ein Porftfolio an Arbeitsproben zusammengestellt. Konkret ging es um Arbeit an verschiedenen &amp;#8216;Scripted Reality&amp;#8217;-Formaten - Sendungen wie &lt;em&gt;Familien im Brennpunkt&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Verdachtsfälle&lt;/em&gt; - Telenovelas und Daily Soaps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende habe ich dann entschieden, mich nicht zu bewerben. Zum einen, weil ich nicht in Vollzeit arbeiten kann, nicht einmal als Autorin, und weil ich bis Hürth doch anderthalb Stunden unterwegs bin. Aber vor allem, weil ich es nicht mehr mit mir und meinem Gewissen vereinbaren kann, so einen Müll zu schreiben. Nichts gegen Schund, nichts gegen Seifenopern und Telenovelas, aber ich will kein Teil der Scripted Reality-Maschinerie sein, Sendungen, die von vielen Zuschauern für Bahre Münze genommen werden. Ich will kein Leutebescheißer sein. Das Schreiben ist etwas, das ich liebe, und ich will, dass es auch so bleibt. Selbst meine Gerichtsshow-Scripte haben sich irgendwann so schmutzig angefühlt, dass ich sie wie Prostitution empfunden habe - was ich heute mit »Ich war jung und brauchte das Geld« erklären kann. Aber Hauptberuflich? Vierzig Stunden die Woche? Ich weiß, dass der erste Monat, das erste Vierteljahr sicher großen Spaß gemacht hätte - und dann spätestens die Ernüchterung eingetreten wäre. Ich kann nicht auf der einen Seite mich stolz damit brüsten, dass sich meine Romane dem Mainstream verweigern und dann meine Schreiberei so dem schnöden Mammon opfern. Kein Masseur der Welt ist mir wert, mein Gewissen zu ruinieren. Da nehme ich lieber die Low Road, bleibe arbeitslos und hoffe auf den großen Griff. Und kann mich selbst noch im Spiegel sehen. 
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    <pubDate>Sun, 18 Dec 2011 14:13:00 +0100</pubDate>
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    <category>arbeitslosigkeit</category>
<category>fernsehserie</category>
<category>überzeugung</category>

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    <title>Sonstige Aussichten: Neblig</title>
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            <category>Leben</category>
    
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    <author>maja.ilisch@hollow-willow.de (Maja Ilisch)</author>
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    Sehr gefasst habe ich heute meinen Resturlaub eingereicht, und als ich meine Abenddienst-Termine ab September abgesagt habe, musste ich doch einmal kräftig schlucken, aber so ist es nun: Meine Stelle wird nicht verlängert. Während meine Kolleginnen immer betont haben, dass ich mir da keine Sorgen zu machen brauche, war ich doch immer eher skeptisch. Meine Kolleginnen sind Beamte, die haben nichts zu befürchten, auch wenn die eine von ihnen seit Anfang dieses Jahres öfter krankgeschrieben als auf der Arbeit war - das soll nicht gehässig klingen, ich will um nichts in der Welt mit ihr und ihrem kaputten Rücken tauschen, aber spätestens seit ich fast den ganzen Dezember wegen einer Psychose krankgeschrieben war, habe ich geahnt, dass so etwas auf mich zukommen würde. Meine Chefin, die Bibliotheksdirektorin, hatte auch schon meinem Dezernenten gegenüber geäußert, dass mein Krankenstand zu hoch ist, Warnsignale gab es viele, also: Mein letzter Arbeitstag ist der 25. August, dann folgen vier Wochen Resturlaub, und dann, ab dem 1. Oktober, bin ich offiziell arbeitslos. Mal wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwie bin ich verflucht, keine Stelle halten zu können. Nach meiner Ausbildung bin ich nicht übernommen worden - drei Wochen später hat der Laden eine Stelle ausgeschrieben. Die nächste Stelle war eine Probezeitkündigung, der Arbeitgeber drauf ist in die Insolvenz gegangen, es folgten eine Jahresvertrag und noch eine Probezeitkündigung, und dazwischen immer wieder Arbeitslosigkeit, die letzte hat zweieinhalb Jahre gedauert. Trotzdem, diesmal sieht es ganz anders aus. Das eine ist, dass ich arbeitsmarkttechnisch viel besser dastehe. Meine Stelle in der Bibliothek habe ich immerhin über drei Jahre behalten, einsamer Rekord, und damit habe ich jetzt endlich auch Berufserfahrung in meinem Studienberuf. Auf der anderen Seite hat sich während der letzten Jahre meine gesundheitliche Situation deutlich verschlechtert, dass ich nur noch halbe Stellen arbeiten kann und froh bin, wenn mir das Versorgungsamt einen Grad der Behinderung von mindestens 50 anerkennt, damit ich zumindest über Behindertenförderung Aussichten auf eine neue Stelle habe. Traurig, aber so ist es. &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hollow-willow.de/blog/archiv/55/2011/08/Sonstige-Aussichten-Neblig.php#extended&quot;&gt;&quot;Sonstige Aussichten: Neblig&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Mon, 01 Aug 2011 14:56:00 +0200</pubDate>
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    <category>arbeitslosigkeit</category>
<category>psychose</category>
<category>vorsätze</category>

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