Kein Alarm im Weltall

SF-Parodie
von Maja Ilisch

entstanden:  Herbst 1995 - Sommer 1996

zurück zur Übersicht

Kein Alarm im Weltall


Wegweiser:
Episode I 
Episode II 
Episode III
Episode IV
Episode V
Episode VI
Episode VII
Episode VIII
Episode IX
Episode X
Episode XI


Vorwort der Autorin, entstanden 1999:
Die Idee zu dieser Geschichte kam mir im Herbst ‘95, und es hat gute zwei Jahre gedauert, bis das Buch (ja, ich sehe es nicht als Kurzgeschichte an, sondern als Buch) dann fertig war. Woher meine Ideen stammen, ist eindeutig: Vor allem aus einem gewissen dreiteiligen Weltraumepos, das trotz diverser logischer Brüche seinen Kultstatus verdient hat. Weniger offensichtlich, weil weniger bekannt, ist meine zweite Quelle: Die Zeichentrickserie Voltron, die damals auf RTL2 lief. Eine Science-Fiction-Parodie, die auf diesen Grundlagen basiert - ist das möglich? Selbstverständlich. Eine ziemlich gute und eine ziemlich schlechte Story durcheinandergemischt ergab genau das, was ich wollte: Auf den ersten Blick witzig, aber tiefsinnig und hintergründig bis zum Abwinken …
Aber genug der Selbstbeweihräucherung. Es gibt nämlich eine Sache, die wirklich erklärt werden muß, abgesehen davon, daß mir ein Name für den Planeten fehlte, bis ich mir in der Unibibliothek Düsseldorf die Hände wusch und mein Blick auf den Seifenspender fiel. Es geht um Commander Perkins, den Schurken mit dem doppelten Boden. Und ich muß etwas zurückgreifen.
Ich habe Wetlraumgeschichten eigentlich nie gemocht. Mit Star Treck konnte ich nicht viel anfangen, und Star Wars hielt ich für Schrott. Doch dann lernte ich Monica kennen, Studentin des Bibliothekswesens wie ich, Schriftstellerin wie ich - und Star Wars-Fan. Sie duldete nicht, daß ich nur den ersten Teil gesehen hatte und ließ mir nichts anderes übrig, als diese Geschichten auch zu mögen, denn sie schrieb an einer Fortsetzung. Die wird sie niemals veröffentlichen dürfen, Copyright und so weiter, aber sie ist trotzdem wirklich schön. Wir kamen dann auch auf Star Treck zu sprechen, wobei sich meine gesamte Kenntnis auf drei Folgen DS9 bezog. Ich wußte nicht einmal mehr, wie der Commander hieß: ich war überzeugt davon, sein Name sei Perkins. Commander Perkins, das hatte sich mir eingeprägt, ich war mir sicher, ihm schon einmal begegnet zu sein (in der Tat gibt es eine Jugendbuchreihe mit diesem Titel, und in der heimatlichen Stadtbücherei bin ich oft genug an diesen Büchern vorbeigekommen, ohne sie jedoch so richtig wahrzunehmen.). Mit Sisko wollte ich mich nicht zufriedengeben. Ich wollte Perkins! Aber ich wurde überstimmt.
Als wir anfingen, gemeinsam ein Buch zu schreiben, zeichnete ich einen meiner Protagonisten - einen leicht psychopathischen Typen namens Cip. Was dabei herauskam, war zwar mit ‘Cip‘ bezeichnet, aber da endete auch schon die Ähnlichkeit. Der Mann auf dem Bild hatte ein dünnes Lächeln, einen dreieckigen Kopf mit klitschigem Seitenscheitel und zu allem Überfluß einen lila Rollkragenpullover an. Monica sah es und meinte: »Na, vielleicht ist das dein Commander Perkins.« Worauf ich, begeistert, ihn ihr für ‘Die Neue Republik‘ schenkte. Er bekam sogar noch einen Vornamen: Ignatz, denn dann konnte man die Buchstaben CIP als Initialen für Commander Ignatz Perkins sehen. Und als besonderen Gimmick verpaßten wir ihm den psychopathischen Androiden R3.
Aber Monica schrieb einfach nicht weiter, oder zumindest nicht an der Stelle, wo Perkins auftrat. Der Psychopath drängte nach seinem Auftritt. Da nahm ich mich seiner an und übernahm ihn, mit Monicas freundlicher Genehmigung, für ‘Kein Alarm im Weltall‘. Kurz darauf hatte er dann auch noch sein erstes Erscheinen in der ‘Neuen Republik‘, so daß er jetzt tatsächlich in zwei völlig unabhängigen Büchern verkommt.
Mehr muß nicht gesagt werden, außer, daß ich gerade an der Fortsetzung mit dem Titel ‘Das Imperium fällt zurück‘ schreibe und die Trilogie abgeschlossen wird mit ‘Im Weltraum nichts Neues‘, und daß ‘Die Neue Republik‘ von Monica leider noch nicht fertig ist. Und da nun soweit alles klar ist, hier noch die Widmung:
Für Monica, die mich Sterne sehen ließ - Beraterin, Co-autorin und vor allem: Freundin.

Anfang